Pelletheizung Förderung 2026: was die KfW noch zahlt

Pelletkessel werden weiter gefördert, aber anders als in vielen Rechnungen im Netz: Der Zuschlag für staubarme Kessel ist weg, dafür bleibt die Grundförderung 2027 stabil.

Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir

Zuschuss für eine Pelletheizung

Zuschuss

12.880 €

Fördersatz46 %
Eigenanteil17.120 €
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Eine Pelletheizung im bestehenden Wohnhaus fördert die KfW im Programm 458 mit denselben Sätzen wie andere erneuerbare Heizungen: 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus für Selbstnutzer, die eine Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder Gasetagenheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung ersetzen, dazu je nach Einkommen bis zu 40 % Einkommensbonus. Gedeckelt ist bei 70 %, bei kleinem Einkommen bei 80 %, und die förderfähigen Kosten enden für die erste Wohnung bei 28.000 €. Der Zuschlag von 2.500 € für besonders staubarme Kessel gilt seit dem 21. Juli 2026 nicht mehr. Ersetzt ein Pelletkessel für 30.000 € eine 28 Jahre alte Ölheizung, bekommt ein Haushalt mit 55.000 € Einkommen 12.880 €, mit 38.000 € sind es 19.600 €. Anders als bei der Wärmepumpe soll die Grundförderung für Pellets ab 2027 nicht sinken.

Was die KfW für Pellets zahlt

Biomasseheizungen gehören wie Wärmepumpen und Solarthermie zu den Heizungen, die das Programm 458 fördert (Richtlinie Nr. 5,3 b). Der Zuschuss folgt denselben Bausteinen: Grundförderung für jeden Eigentümer, Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus nur für Selbstnutzer, alles bis zum Deckel. Was sich für Pellets seit dem 21. Juli 2026 geändert hat, ist der Wegfall des Emissionsminderungszuschlags von 2.500 € (Pressemitteilung der KfW). Der Höchstbetrag für die erste Wohnung sank zugleich von 30.000 € auf 28.000 €.

Pelletkessel 30.000 €, Einfamilienhaus, Antrag im Oktober 2026
HaushaltSatzZuschussEigenanteil
Ölheizung, 55.000 € Einkommen46 %12.880 €17.120 €
Ölheizung, 38.000 € Einkommen70 %19.600 €10.400 €
Ölheizung, 26.000 € Einkommen80 %22.400 €7.600 €
Gasheizung 12 Jahre, 55.000 €30 %8.400 €21.600 €

Bei 55.000 € Einkommen gibt es keinen Einkommensbonus, es bleiben 30 % plus 16 %. Mit 38.000 € kämen 30 % dazu, die Summe wird aber auf 70 % gekürzt. Bei 26.000 € liegt der Deckel bei 80 %. Die junge Gasheizung löst keinen Klimabonus aus, weil sie keine 20 Jahre läuft (Klimageschwindigkeitsbonus). Zur Probe: Das Beispiel der KfW mit 35.000 € für Pellets statt einer zehn Jahre alten Gasheizung und 47.000 € Einkommen ergibt auch bei uns 11.200 €.

Alte Rechnungen mit Zuschlag

Viele Seiten rechnen noch mit dem alten Stand. Wer bis zum 20. Juli 2026 beantragt hatte, bekam für dieselbe Pelletheizung im ersten Beispiel 15.000 €: 30 % Grundförderung, 20 % Klimabonus, 30.000 € Höchstbetrag. Für einen Kessel, der besonders wenig Staub ausstieß, kam der Zuschlag von 2.500 € obendrauf, zusammen also 17.500 €. Heute sind es 12.880 €. Wer das Geld noch nach alten Regeln einplant, verrechnet sich um 4.620 €. Warum auch der Effizienzbonus fehlt, steht unter Effizienzbonus.

Technische Pflichten für den Kessel

Gefördert werden nur Anlagen aus der Liste der Biomasseanlagen, die das BAFA laufend pflegt. Die technischen Mindestanforderungen der Richtlinie verlangen für Pelletkessel eine automatische Beschickung, Leistungs- und Feuerungsregelung, automatische Zündung, eine Prüfung durch ein akkreditiertes Institut und einen Pufferspeicher, dessen Größe sich nach der Nennwärmeleistung richtet. Pelletöfen mit Wassertasche sind mit denselben Bedingungen förderfähig. Nicht gefördert werden luftgeführte Pelletöfen, handbeschickte Einzelöfen, Eigenbau und gebrauchte Anlagen.

Beim Staub gelten Grenzwerte, die heute für Pelletkessel strenger sind als für Scheitholz. Ab dem 1. Oktober 2027 gilt für alle Biomasseanlagen ein deutlich niedrigerer Staubgrenzwert, auf dem Niveau, das früher den Zuschlag auslöste. Bis zum 30. Juni 2027 will das Bundeswirtschaftsministerium prüfen, ob die Werte mit Blick auf die Verhandlungen in der EU angepasst werden. Fragen Sie beim Angebot, ob das Gerät den künftigen Wert schon einhält, wenn der Antrag nahe an diesem Datum liegt. Wie bei jeder geförderten Heizung gehört ein hydraulischer Abgleich dazu, bestätigt vom Fachbetrieb auf dem Formular der Branche.

Antrag jetzt oder später?

Zuschuss an diesem Tag

11.445 €

Klimageschwindigkeitsbonus12 %
Bei Antrag jetzt12.880 €
Warten kostet1.435 €

Einkommen über 50.000 €, also ohne Einkommensbonus.

Ihr Datum im großen Rechner →

Pellets oder Wärmepumpe ab 2027

Am 1. Februar 2027 sinken Klimabonus und Höchstbetrag für alle Heizungen gleich. Der Pelletkessel aus dem ersten Beispiel brächte dann 11.445 €. Danach trennen sich die Wege: Ab dem ersten Quartal 2027 soll die Grundförderung nur für Wärmepumpen auf 15 % fallen, ausgeglichen durch 15 % Wertschöpfungsbonus, wenn das Gerät aus der EU stammt. Starttag und Nachweis sind noch nicht veröffentlicht.

Ölheizung ersetzt, 30.000 € Kosten, 55.000 € Einkommen
Antrag im April 2027SatzZuschuss
Pelletkessel42 %11.445 €
Wärmepumpe aus der EU42 %11.445 €
Wärmepumpe ohne EU-Herkunft27 %7.358 €

Ab dem 1. August 2028 gibt es keinen Klimabonus mehr. Dann bliebe für den Pelletkessel bei diesem Einkommen die Grundförderung von 7.500 €. Höhere Förderung ist aber nur ein Teil der Rechnung. Brennstoff, Lagerraum, Schornstein und Wartung entscheiden über die laufenden Kosten. Eine amtliche Preisreihe für Pellets haben wir nicht ausgewertet, deshalb rechnen wir Heizkosten für Pellets nicht vor. Den Vergleich der Zuschüsse für die Wärmepumpe zeigt der Förderrechner.

Bestehender Kessel: Staub mindern statt tauschen

Wer schon einen Pellet- oder Hackschnitzelkessel hat, kann beim BAFA einen Zuschuss für Maßnahmen bekommen, die seinen Staubausstoß senken. Der Satz beträgt 50 % der förderfähigen Ausgaben (BAFA). Er gilt für Feuerungen ab einer Mindestleistung, nicht für Einzelraumöfen. Mehr dazu unter Heizungsoptimierung.

Zuschuss oder Steuerbonus

Statt des Zuschusses ist für ein selbst bewohntes Haus, das älter als 10 Jahre ist, die Steuerermäßigung nach § 35c EStG möglich: 7 %, 7 % und 6 % der Kosten über drei Jahre. Für 30.000 € wären das 6.000 €, verteilt auf drei Steuererklärungen, und nur, wenn so viel Einkommensteuer anfällt. Beides für dieselbe Maßnahme geht nicht. Der Zuschuss liegt in allen Beispielen oben darüber, selbst ohne Klimabonus (Steuerbonus). Wie bei jedem Antrag gilt: zuerst den Vertrag mit Bedingung, dann der Antrag bei der KfW, dann der Einbau (Merkblatt 458).

Was Eigentümer fragen

Gibt es den Zuschlag von 2.500 € für staubarme Pelletkessel noch?

Nein. Der Emissionsminderungszuschlag für Biomasseheizungen ist mit der neuen Richtlinie am 21. Juli 2026 entfallen, ebenso der Effizienzbonus für Wärmepumpen. Er gilt nur noch für Anträge, die bis zum 20. Juli 2026 bei der KfW eingegangen sind. Eine Rechnung, die heute noch 2.500 € auf den Zuschuss addiert, beschreibt also die alten Regeln.

Bekommt eine Pelletheizung 2027 mehr Förderung als eine Wärmepumpe?

Möglicherweise. Die Richtlinie senkt ab dem ersten Quartal 2027 nur die Grundförderung für Wärmepumpen auf 15 %, mit 15 % Bonus bei Herkunft aus der EU. Pellets behalten 30 %. Im Beispiel mit Ölheizung und 55.000 € Einkommen hieße ein Antrag im April 2027 11.445 € für Pellets, 11.445 € für eine Wärmepumpe aus der EU und 7.358 € ohne. Der Starttag ist offen.

Welche Pelletkessel und Pelletöfen werden gefördert?

Automatisch beschickte Pelletkessel und Pelletöfen mit Wassertasche, die Leistungs- und Feuerungsregelung und eine automatische Zündung haben, von einem akkreditierten Institut geprüft sind und einen Pufferspeicher einbinden. Das Gerät muss in der Liste der förderfähigen Biomasseanlagen des BAFA stehen. Luftgeführte Pelletöfen und handbeschickte Einzelöfen fallen heraus, ebenso gebrauchte Anlagen.

Verliere ich den Klimabonus, wenn die alte Gasheizung als Reserve bleibt?

Ja. Die Richtlinie verlangt für den Klimageschwindigkeitsbonus, dass die alte Heizung fachgerecht ausgebaut und entsorgt wird und die versorgten Wohnungen danach nicht mehr mit einer fossilen oder gasbetriebenen Heizung im oder am Gebäude beheizt werden. Ein Gaskessel für Spitzenlast neben dem Pelletkessel kostet also den Bonus. Die Grundförderung für den Pelletkessel bleibt davon unberührt.

Wird der Tausch eines alten Pelletkessels gegen einen neuen gefördert?

Heute ja, mit 30 %, und mit Klimabonus, wenn der alte Kessel mindestens 20 Jahre läuft. Ab dem ersten Quartal 2027 ändert sich das: Ersetzt die neue Anlage eine erneuerbare Heizung, die seit dem 1. Januar 2008 in Betrieb ist, gibt es keine Förderung mehr; bei älteren Anlagen zählt nur noch ein pauschaler Teil der Kosten. Wer einen jüngeren Kessel tauschen will, sollte das vorher prüfen.

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Richtlinien, Gesetze und Daten

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Herausgeber von Rechnern zum Heizungstausch: Zuschuss nach Antragsdatum und Einkommen, Heizkosten je Bundesland, CO₂-Kosten und Aufteilung

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