Gaspreis für Haushalte: was eine kWh 2026 kostet

Das Statistische Bundesamt meldet den Gaspreis der Haushalte jedes halbe Jahr. Wie viel Sie zahlen, hängt vor allem davon ab, wie viel Gas Sie verbrauchen.

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Ihre Gaskosten im Jahr

Kosten im Jahr

2.084 €

Preis12 ct/kWh
Darin CO₂ bei 65 €/t253 €
Im Monat174 €

Ohne eigenen Preis: Durchschnitt der Haushalte im 1. Halbjahr 2026 (Destatis), Grundpreis eingerechnet.

Mit einer Wärmepumpe vergleichen →

Private Haushalte haben im ersten Halbjahr 2026 laut Statistischem Bundesamt im Durchschnitt 11,58 ct je Kilowattstunde Erdgas gezahlt, mit Grundpreis, Netzentgelten, Steuern und Abgaben. Wer weniger als 20 Gigajoule im Jahr verbraucht, also rund 5.556 kWh, zahlte 15,17 ct, wer mehr als 200 Gigajoule verbraucht, rund 55.556 kWh, 10,92 ct. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 sanken die Preise in allen Gruppen, unter anderem weil die Gasspeicherumlage abgeschafft wurde. Im Preis steckt der CO₂-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz: Bei 65 € je Tonne, dem Schnitt der Versteigerungen 2026, sind das 1,40 ct je kWh mit Mehrwertsteuer, rund 12 % des Durchschnittspreises. Ein Haus mit 18.000 kWh Jahresverbrauch zahlt 2.084 € im Jahr, davon 253 € für 3.265 kg CO₂. Für 2027 hat der Bundestag denselben Korridor von 55 bis 65 € beschlossen, verkündet ist das Gesetz noch nicht.

Was Haushalte im ersten Halbjahr 2026 gezahlt haben

Das Statistische Bundesamt erhebt seit 2020 die Verkaufspreise der Energieversorger und veröffentlicht für jedes Halbjahr einen Durchschnitt. Er enthält Grund- oder Leistungspreis, Arbeitspreis, Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen und deckt Bestandskunden ebenso ab wie neue Verträge. Für das erste Halbjahr 2026 liegt er bei 11,58 ct je kWh. Die Verbrauchsgruppen grenzt die Statistik in Gigajoule ab; umgerechnet sind 20 Gigajoule rund 5.556 kWh und 200 Gigajoule rund 55.556 kWh.

Destatis, Pressemitteilung Nr. 345 vom 30.09.2026, 1. Halbjahr 2026
Verbrauch im JahrPreis je kWhBeispielKosten im Jahr
unter rund 5.556 kWh15,17 ctWohnung, 5.000 kWh759 €
alle Haushalte, Durchschnitt11,58 ctEinfamilienhaus, 18.000 kWh2.084 €
über rund 55.556 kWh10,92 ctgroßer Altbau, 60.000 kWh6.552 €

Der Unterschied zwischen kleinen und großen Verbrauchern liegt vor allem am Grundpreis, der unabhängig von der Menge anfällt. Für eine Wohnung mit Gasetagenheizung macht er einen großen Teil der Rechnung aus, für einen Altbau mit hohem Verbrauch einen kleinen. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 sind die Preise laut Destatis in allen Verbrauchsgruppen gesunken. Als Grund nennt das Amt die Abschaffung der Gasspeicherumlage.

Woher die Abrechnung ihre Kilowattstunden hat

Die Gasuhr zählt Kubikmeter. Auf der Abrechnung stehen dagegen Kilowattstunden, umgerechnet mit der Zustandszahl und dem Brennwert. Der Brennwert enthält auch die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase steckt. Ein Brennwertkessel nutzt einen Teil davon, ein alter Heizwertkessel kaum. Deshalb kommt in keinem Haus jede abgerechnete Kilowattstunde als Wärme im Heizkörper an. Diese Seite rechnet für Vergleiche mit einem Nutzungsgrad von 87 % bezogen auf den Heizwert. Was eine Kilowattstunde Wärme aus Gas im Vergleich zu Öl und Wärmepumpe kostet, steht unter Heizkosten Vergleich.

Der CO₂-Anteil im Gaspreis

Seit 2021 müssen Unternehmen, die Erdgas in Verkehr bringen, für das CO₂ aus seiner Verbrennung Zertifikate nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz erwerben und geben die Kosten über den Preis weiter. Für 2026 gilt nach § 10 BEHG ein Preiskorridor von 55 € bis 65 € je Tonne. Versteigert wurde laut Deutscher Emissionshandelsstelle bisher im Schnitt zu 65 €. Mit dem Emissionsfaktor aus der EBeV 2030 setzt eine abgerechnete kWh Gas 0,181 kg CO₂ frei.

Berechnet mit dem Emissionsfaktor der EBeV 2030 und 19 % Mehrwertsteuer
CO₂-Preis je TonneStatusct je kWh mit MwSt.Haus mit 18.000 kWh im Jahr
55 €Untergrenze Korridor 20261,19214 €
65 €Schnitt der Versteigerungen 20261,40253 €
55 € bis 65 €2027: beschlossen, noch nicht verkündet1,19 bis 1,40214 € bis 253 €
100 €Szenario ab 2028, kein amtlicher Wert2,16389 €
150 €Szenario ab 2028, kein amtlicher Wert3,24583 €

Beim heutigen Schnitt macht der CO₂-Preis rund 12 % des durchschnittlichen Gaspreises aus. Für 2027 hat der Bundestag am 15. Oktober 2026 denselben Korridor beschlossen; Bundesrat und Verkündung stehen aus. Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel ETS2 den nationalen Preis ablösen. Einen festen Preis gibt es dort nicht, nur eine Schwelle, ab der zusätzliche Zertifikate auf den Markt kommen. Die Szenarien mit 100 € und 150 € je Tonne würden das Beispielhaus 136 € und 330 € im Jahr mehr kosten als heute. Mehr dazu unter CO₂-Preis 2027.

CO₂-Kosten 2026, 2027 und danach

2027, beschlossen, nicht in Kraft

237 € bis 281 €

2026 (55 bis 65 €/t)237 € bis 281 €
Ihr Szenario 2028 (100 €/t)432 €

Mit Mehrwertsteuer. Für 2028 gibt es keinen festen Preis: Der Wert ist Ihre Annahme.

Alle Jahre im CO₂-Rechner →

Was der Gaspreis für die Heizungswahl bedeutet

Das Beispielhaus mit 18.000 kWh Gas im Jahr bräuchte mit einer Luft-Wärmepumpe bei der im Bestand gemessenen Jahresarbeitszahl rund 4.140 kWh Strom. Am Wärmepumpentarif kostet das 1.136 € statt 2.084 € für Gas. Der Abstand hängt am Gaspreis, am Strompreis und am CO₂-Preis, die alle schwanken. Wer heute eine neue Gasheizung einbaut, muss nach § 43 GModG außerdem ab 2029 einen Anteil von 10 % klimafreundlicher Brennstoffe wie Biomethan nutzen, ab 2030 15 %, ab 2040 60 %. Diese Gase kosten mehr als Erdgas, was das für den Gaspreis heißt, ist offen. Einzelheiten stehen unter Gasheizung Verbot, den Kostenvergleich mit Anschaffung rechnet Wärmepumpe oder Gasheizung.

Gaspreis in der Mietwohnung

Mieter zahlen den Gaspreis über die Heizkostenabrechnung oder direkt an den Versorger, wenn sie eine eigene Gasetagenheizung haben. Den CO₂-Anteil teilen sich Mieter und Vermieter nach dem Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz in 10 Stufen, je nach CO₂-Ausstoß des Gebäudes je Quadratmeter. Wie viel auf Sie entfällt, rechnet CO₂-Kosten Aufteilung, die CO₂-Kosten im Jahr für jeden Verbrauch CO₂-Steuer Rechner.

Was Eigentümer fragen

Was kostet eine Kilowattstunde Gas 2026 im Durchschnitt?

Im ersten Halbjahr 2026 zahlten private Haushalte laut Statistischem Bundesamt 11,58 ct je kWh. Der Wert ist ein Durchschnitt über alle Verträge, Bestandskunden wie neu abgeschlossene, und enthält Grund- und Arbeitspreis, Netzentgelte, Steuern und Umlagen. Ihr eigener Preis kann deutlich abweichen, je nach Vertrag, Anbieter und Verbrauch. Für einen Vergleich teilen Sie die Jahreskosten Ihrer Abrechnung durch die abgerechneten Kilowattstunden.

Warum zahlen Haushalte mit wenig Gasverbrauch mehr je Kilowattstunde?

Weil der Grundpreis gleich bleibt, egal wie viel Gas durch die Leitung fließt. Bei kleinem Verbrauch verteilt er sich auf wenige Kilowattstunden. Haushalte unter rund 5.556 kWh im Jahr, oft Wohnungen mit Gasetagenheizung oder nur Gasherd, zahlten deshalb 15,17 ct. Große Häuser über rund 55.556 kWh kamen auf 10,92 ct. Wer wenig verbraucht, achtet beim Vergleich von Angeboten deshalb besonders auf den Grundpreis.

Wie viel CO₂-Preis steckt in einer Kilowattstunde Gas?

Eine kWh Gas laut Rechnung setzt 0,181 kg CO₂ frei, nach den Faktoren der Emissionsberichterstattungsverordnung. Beim Versteigerungsschnitt 2026 von 65 € je Tonne ergibt das 1,40 ct mit Mehrwertsteuer, am unteren Ende des Korridors von 55 € wären es 1,19 ct. Wie viel davon Ihr Versorger tatsächlich weitergibt, steht nicht immer getrennt auf der Rechnung.

Wird Gas 2027 wegen des CO₂-Preises teurer?

Nach dem, was der Bundestag am 15. Oktober 2026 beschlossen hat, nicht: Der Korridor für 2027 soll wie 2026 bei 55 bis 65 € je Tonne liegen. Bundesrat und Verkündung stehen noch aus, geltendes Recht ist das also noch nicht. Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel für Gebäude starten, für den es keinen festen Preis gibt. Bei 100 € je Tonne wären es 2,16 ct je kWh, als Szenario, nicht als Prognose.

Wie werden die Kubikmeter auf der Gasuhr zu Kilowattstunden?

Die Gasuhr misst das Volumen in Kubikmetern. Der Versorger rechnet es mit zwei Werten in Kilowattstunden um, die auf der Abrechnung stehen: der Zustandszahl, die Druck und Temperatur am Zähler berücksichtigt, und dem Brennwert des gelieferten Gases. Kubikmeter mal Zustandszahl mal Brennwert ergibt die abgerechneten Kilowattstunden. Beide Werte schwanken leicht von Abrechnung zu Abrechnung, deshalb lohnt der Blick auf die Kilowattstunden statt auf die Kubikmeter.

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Herausgeber von Rechnern zum Heizungstausch: Zuschuss nach Antragsdatum und Einkommen, Heizkosten je Bundesland, CO₂-Kosten und Aufteilung

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